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Bankdrücken – Eric Spoto drückt 327,5kg

Eric Spoto drückt 327,5kg im Classic-Bankdrücken

Bei den SPF California State Powerlifting Meisterschaften in Sacramento, Kalifornien löschte der 36-jährige Eric Spoto den Weltrekord im Classic-Bandrücken (ohne Bankdrückshirt) von Scott Mendelson.

Eric Spoto Weltrekord Bankdrücken

Foto: John Corlett

Bereits im 2.Durchgang verbesserte Soto die Bestmarke auf großartige 325kg. Im letzten Versuch steigerte er nochmals um 2,5kg auf unglaubliche 327,5 kg und auch dieser Versuch gelang ihm einwandfrei.

Eric Spoto´s Weltrekordversuche auf Video gibt es hier:
http://www.youtube.com/embed/xwzXjry6s6g

Gunda Fiona von Bachhaus und Markus Schick erfolgreich bei den Arnold Classics

BMS-Sportler Gunda Fiona von Bachhaus gewinnt mit Weltrekord die „Arnold Classic“ im Bankdrücken – Markus Schick belegt den 2. Platz nach spannendem Kampf !

BMS Sportler Gunda Fiona von Bachhaus gewinnt mit Weltrekord die „Arnold Classic“ im Bankdrücken - Markus Schick belegt den 2. Platz nach spannendem Kampf !

Am vergangenen Wochenende fand in Columbus / Ohio im Rahmen des „Arnold Sports Festival“ die 24. „Arnold Classic“ statt. In 45 verschiedenen Sportarten, darunter auch 10 olympische Sportarten, traten mehr als 18.000 Athleten auf der „Arnold Fitness Expo“ an, der größten Fitnessmesse der Welt.

Zu diesem prestigeträchtigen Einladungswettkampf wurde in diesem Jahr die BMS-Athleten Gunda Fiona von Bachhaus und Markus Schick vom FCL Rhein-Main Rüsselsheim e.V. eingeladen, welche sich mit insgesamt 19 weiteren Athleten (6 Europäer, 2 Kanadier und 11 US-Amerikaner) für diesen Wettkampf qualifiziert haben. Für Gunda war es Ihre dritte Teilnahme, zuvor konnte sie den 2. Platz (2008) und den 1. Platz (2010) belegen. Für Markus war es bereits seine 13. Teilnahme, bisher konnte er sieben Mal den 1. Platz belegen (1999, 2002, 2003, 2004, 2005, 2010 und 2011), einmal den 3. Platz belegen (1996), einmal den 4. Platz (2008), einmal den 5. Platz (2009) und zweimal schied er ohne gültigen Versuch aus (1997 + 2000).

Im Gegensatz zu allen anderen Bankdrückwettkämpfen gibt es bei der „Arnold Classic“ bei den Frauen nur 1 Gewichtsklasse und bei den Männern nur 2 Gewichtsklassen (-93 kg und +93 kg), in welchen die Sieger nach der Relativwertung ermittelt werden.

In der Frauenklasse traten insgesamt 4 Athletinnen an, welche um den prestigeträchtigsten Titel im Bankdrücken kämpften. Neben Gunda waren dies die Weltrekordhalterin im Bankdrücken (Klasse -84 kg) und Weltmeisterin im Kraftdreikampf Liane Blyn (USA), die Weltrekordhalterin im Bankdrücken (Klasse -57 kg) Koley Hockeborn (USA) und die US-Meisterin im Bankdrücken (-72 kg) Erin Walterman (USA). Ein Feld was auf einen spannenden Wettkampf schließen ließ. Koley Hockborn (54,8 kg Körpergewicht) begann den Wettkampf mit 102,5 kg, welche sie sicher in die Wertung brachte. Als nächstes ging Erin Walterman (69,4 kg Körpergewicht) an die Hantel, sie verlangte nach 130 kg, welche sie ebenfalls leicht drückte und somit in Führung lag. Doch diese Führung sollte nur von kurzer Dauer sein, denn Liane Blyn (79,6 kg Körpergewicht) verlangte nach 155 kg, drückte diese und setzte sich hiermit in Front. Gunda Fiona von Bachhaus verlangte für Ihren Erstversuch ebenfalls nach 155 kg, sie wog allerdings nur 61,8 kg, was ihr für die Relativwertung einen wesentlich besseren Faktor einbrachte. Auch sie drückte diesen Versuch sehr leicht und sie lag somit in Führung.

In der zweiten Runde verlangte Koley Hockeborn für ihren Zweitversuch nach 112,5 kg, dies wäre ein neuer Weltrekord in der Altersklasse 2 (50 – 59 Jahre) der Klasse -57 kg gewesen. Sie drückte diesen Versuch, war somit neue Weltrekordhalterin und setzte sich vom 4. auf den 3. Platz. Für Erin Walterman bedeutete dies, das sie die nun von ihr verlangten Versuch von 137,5 kg drücken mußte, wollte sie sich den 3. Platz und somit das damit verbundene Preisgeld von 200,00 USD zurückholen wollte. Erin gelang dieser Versuch und somit lag sie wieder auf dem 3. Platz. Im Kampf um Platz 1. und 2. ging es nun in die nächste Runde. Liane Blyn war die erste der beiden Athletinnen. Sie verlangte nach 165 kg, womit Sie sich wieder näher an Gunda herangearbeitet hätte. Ihr gelang dieser Versuch und sie verkürzte somit den Rückstand auf Gunda und konnte somit im 3. Versuch um den Gesamtsieg angreifen. Gunda hingegen wollte nun den Vorsprung weiter ausbauen und nicht nur das, sie verlangte nach einem neuen Weltrekord von 165,5 kg. Seit dem 09.11.2011 steht der Weltrekord in der Klasse -63 kg bei 165 kg gehalten von der Ukrainerin Larysa Soloviova. Gunda konnte bereits bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Dezember diesen Weltrekord mit 170 kg überbieten, was auch der aktuelle Deutsche Rekord ist. Da Weltrekorde aber nur auf internationalen Meisterschaften offiziell verbessert werden konnten, zählt Gunda’s Leistung aus dem Dezember nur als inoffizieller Weltrekord. Nun war es an der Zeit dies zu ändern. Unter den Anfeuerungsrufen des fachkundigen Publikums ging Gunda an die Hantel und ihr gelang dieser Versuch ! Somit war dies ihr erster offizieller Weltrekord und sie baute ihren Vorsprung auf Liane Blyn weiter aus.

In der dritten Runde war erneut Koley Hockeborn die erste Athletin, sie wollte ihren erst vor wenigen Minuten aufgestellten Weltrekord verbessern und zudem sich erneut auf den 3. Platz zurückkämpfen. Koley verlangte nach 115,5 kg, doch dieses Gewicht war an diesem Tag leider zu schwer für sie. Somit blieb ihr der 4. Platz und ein neuer Weltrekord im Bankdrücken. Erin Walterman war somit der 3. Platz und die damit verbundenen 200,00 USD Preisgeld nicht mehr zu nehmen, sie verlangte für Ihren Drittversuch nach einer neuen persönlichen Bestleistung von 142,5 kg, drückte diese auch gültig nach oben und freute sich über den gewonnenen 3. Platz. Nun war erneut Gunda an der Reihe, da Liane in ihrem Drittversuch noch Gunda angreifen wollte. Gunda wollte Ihren Weltrekord nun erneut verbessern und verlangte somit nach 170,5 kg, was auch eine neue persönliche Bestleistung für Gunda gewesen wäre. An diesem Versuch scheiterte sie nun hauchdünn, was aber nichts an ihrer Freude über den neuen Weltrekord trübte. Nun hieß es abwarten, was Liane in ihrem Drittversuch noch gegenzusetzen hatte. Um Gunda abfangen zu können, hätte Liane 197,5 kg benötigt, welche sie auch zuerst gemeldet hatte. Sie sah allerdings ein, daß dieser Versuch wohl illusorisch war und so reduzierte sie ihren Drittversuch auf 175 kg, was ein neuer Weltrekord in der Altersklasse 1 (40 – 49 Jahre) in der Klasse -84 kg gewesen wäre. Dieser Versuch gelang ihr und somit war der 3. Weltrekord an diesem Tag gültig und Liane belegte den 2. Platz und gewann damit 500,00 USD Preisgeld. Gunda hingegen konnte nach 2010 zum zweiten Mal diesen wichtigsten Wettkampf im Bankdrücken gewinnen und konnte sich neben dem neuen Weltrekord noch über das Preisgeld von 1.000,00 USD freuen !

Hier nochmal die komplette Reihenfolge im Bankdrücken der Frauen:

1.     Gunda Fiona von Bachhaus (Deutschland)                180,36 Wilkspunkte
2.     Liane Blyn (USA)                                                            160,58 Wilkspunkte
3.     Erin Walterman (USA)                                                     142,61 Wilkspunkte
4.     Koley Hockeborn (USA)                                                  134,63 Wilkspunkte

Gunda Fiona von Bachhaus gewinnt mit Weltrekord die „Arnold Classic“ im Bankdrücken – Markus Schick belegt den 2. Platz nach spannendem Kampf ! 

In der Leichtgewichtsklasse traten insgesamt 9 Athleten an, darunter der amtierende Weltrekordhalter -74 kg Joe Smith (USA), der amtierende Weltrekordhalter -83 kg Adam Mamola (USA), der amtierende Weltrekordhalter -93 kg Jan Wegiera (Polen), der amtierende Weltmeister -83 kg Danny Thurman (USA), der amtierende Juniorenweltmeister -83 kg Daniel Miller (Polen) sowie der ehemalige Weltmeister und Weltrekordhalter -93 kg Dennis Cieri (USA).

Im Vorjahr konnte Markus nach einem nervenaufreibenden Wettkampf seinen 7. Sieg erringen und ist damit der Rekordgewinner dieser Veranstaltung. Wie eng dieses Teilnehmerfeld wiedereinmal war konnte man anhand der gemeldeten Anfangsversuche sehen. Hier lag Markus auf Rang 5 hinter Adam Mamola, Jan Wegiera, Joe Smith und Dennis Cieri. Als erster der „Top Dogs“ ging Daniel Miller (81,4 kg Körpergewicht) an die Hantel, er verlangte nach 240 kg und brachte diese sicher in die Wertung. Als nächstes ging der Weltrekordhalter der Klasse -74 kg Joe Smith (71,4 kg Körpergewicht) an die Hantel. Mit 245 kg eröffnete er den Wettkampf und auch er brachte diesen Versuch sicher in die Wertung und setzte sich somit in Führung. Nun kam der US-Amerikaner Mike Ciupinski (82,4 kg Körpergewicht), er eröffnete seinen Wettkampf mit 250 kg und auch er konnte diesen Versuch gültig in die Wertung bringen. Ganz im Gegensatz zu dem Kanadier Barry Antoniow (82,8 kg Körpergewicht) welcher an seinem Anfangsversuch von 250 kg scheiterte. Nun war Markus an der Reihe, mit 82,8 kg Körpergewicht verlangte er nach 265 kg. An diesem Versuch passte alles und er war somit in der Wertung. Der amtierende Weltmeister -83 kg Danny Thurman (82 kg Körpergewicht) begann seinen Wettkampf mit 270 kg, doch er scheiterte klar an dieser Last. Dennis Cieri (93 kg Körpergewicht) hingegen machte es mit 275 kg besser und er drückte diesen Versuch gültig nach oben. Die letzten 2 Athleten dieser ersten Runde wollten es nochmal richtig krachen lassen. Der polnische Weltrekordhalter -93 kg Jan Wegiera (90,6 kg Körpergewicht) verlangte für seinen Anfangsversuch nach 290 kg, was nur 10,5 kg unter seinem Weltrekord liegt. Aufgrund eines technischen Fehlers konnte er diesen Versuch allerdings nicht gültig nach oben drücken. Zuguterletzt war es nun Adam Mamola (91,6 kg Körpergewicht) der sich mit seinem Anfangsversuch an die Spitze setzen wollte, er verlangte nach 297,5 kg, aber auch er konnte aufgrund technischer Probleme diesen Versuch nicht gültig beenden.

Nun ging es zum 2. Durchgang. Daniel Miller verlangte nach 250 kg und auch diesen Versuch konnte er gültig in die Wertung bringen und lag somit auf dem 3. Rang. Barry Antoniow hingegen scheiterte auch an seinem Zweitversuch mit 250 kg. Joe Smith wollte nun seinen eigenen Weltrekord von 250 kg um 500 g verbessern und so verlangte er nach 250,5 kg, doch an diesem Versuch scheiterte e er denkbar knapp. Mike Ciupinski konnte die 257,5 kg in seinem Zweitversuch ebenfalls nicht drücken. Nun war erneut Danny Thurman an der Reihe, sein eigentliches Ziel an diesem Tag war der Weltrekord in der Klasse -83 kg, die 270 kg, an welchen er im Anfangsversuch gescheitert ist, sollten eigentlich nur einen Zwischenschritt darstellen, doch auch in seinem Zweitversuch konnte er für sich unerklärlich das Gewicht nicht bewältigen und er hatte nach wie vor keinen gültigen Versuch in der Wertung. Nun war Markus wieder an der Reihe, nach seinen gedrückten 265 kg aus dem Erstversuch verlangte er nun nach 272,5 kg, mit welchen er sich vorübergehend an die Spitze gesetzt hätte. Dieser Versuch gelang ihm und somit lag er an der Spitze. Doch wie lange diese Führung halten sollte, wußte man nicht, da noch 3 Athleten folgten, welche mit ihren Versuchen die Spitze erobert hätten. Den Anfang machte Jan Wegiera, welcher sich erneut an 290 kg versuchte, wie bereits im Erstversuch war es auch hier ein technischer Fehler, weswegen er diesen Versuch nicht gültig in die Wertung brachte. Als nächste kam Dennis Cieri, welcher nun nach 295 kg verlangte, doch auch er scheiterte knapp an diesem Versuch. Adam Mamola hatte offensichtlich sich einiges für diesen Tag vorgenommen. Trotz des ungültigen Erstversuches von 297,5 kg steigerte er in seinem Zweitversuch und so verlangte er nach einem neuen Weltrekord von 310 kg ! Erneut war es ein technischer Fehler, welcher ihn an diesem Gewicht scheitern lies.

Nun ging es in die 3. und entscheidene Runde. Den Anfang machte Joe Smith, er verlangte erneut nach einem neuen Weltrekord von 250,5 kg mit denen er an Markus vorbeigezogen wäre. Doch dieser Versuch sollte an diesem Tag zu schwer sein und so blieb es für ihn bei 245 kg aus dem Erstversuch und dem vorübergehend zweiten Platz in der Gesamtwertung. Mike Ciupinski scheiterte auch in seinem Drittversuch an 257,5 kg und so belegte er letztlich mit den gedrückten 250 kg aus dem Erstversuch den 6. Platz. Für Barry Antoniow war dieser Wettkampf nicht von Erfolg geprägt. Er scheiterte im Drittversuch an 258,5 kg und schied somit ohne gültigen Versuch aus dem Wettkampf aus. Daniel Miller hingegen hatte einen lupenreinen Wettkampf, mit 260 kg im Drittversuch stellte er eine neue persönliche Bestleistung auf und konnte somit den vorübergehend dritten Platz belegen. Nun war Markus an der Reihe, er wollte seine Führung weiter ausbauen und so verlangte er nach 277,5 kg. Doch dieses Gewicht sollte an diesem Tag zu schwer sein und er scheiterte sehr knapp an dieser Last. Nun hieß es abwarten, denn es kamen noch 4 Athleten, welche ihm den Sieg streitig machen konnten bzw. ihn sogar aus den Medaillenplätzen hätten werfen können. Den Anfang machte Danny Thurman, welcher nun trotz der ungültigen Versuche von 270 kg nach Weltrekord verlangte. So lagen nun 285 kg auf der Hantel, aber auch dieser Versuch sollte ihm nicht gelingen und so schied er ohne gültigen Versuch aus der Wertung aus. Jan Wegiera stand ein ähnliches Schicksal bevor, hatte auch er bisher keinen gültigen Versuch in der Wertung. Er verlangte nun zum dritten Mal nach 290 kg. Diesmal passte alles und Wegiera drückte diesen Versuch spielerisch nach oben, war somit im Wettkampf geblieben und setzte sich vor Markus an die Spitze ! Aber auch er konnte sich des Gesamtsieges nicht sicher sein, denn nun kam Dennis Cieri, welcher nach 295 kg verlangte. Doch dieser Versuch war zu schwer für ihn und so blieb es bei 275 kg aus dem Erstversuch für ihn und den 5. Platz in der Gesamtwertung. Der letzte Athlet der Veranstaltung war nun Adam Mamola, trotz zwei ungültiger Versuche verlangte er in seinem Drittversuch nach 320 kg, was nochmals 10 kg mehr waren wie der Zweitversuch und selbstverständlich ebenfalls ein Weltrekord gewesen wäre. Doch auch er hatte einen rabenschwarzen Tag und konnte keinen gültigen Versuch in die Wertung bringen. Somit stand das Gesamtklassement fest. Jan Wegiera konnte erstmals die „Arnold Classic“ gewinnen und sich zudem über ein Preisgeld von 1.000,00 USD freuen. Markus belegte den 2. Platz und gewann 500,00 USD Preisgeld. Platz 3 und 200,00 USD Preisgeld gingen an Joe Smith.

Hier nochmal die komplette Reihenfolge im Bankdrücken der Männer (Leichtgewicht):

1.     Jan Wegiera (Polen)                                                          184,53 Wilkspunkte
2.     Markus Schick (Deutschland)                                       182,17 Wilkspunkte
3.     Joe Smith (USA)                                                               180,88 Wilkspunkte
4.     Daniel Miller (Polen)                                                         175,60 Wilkspunkte
5.     Dennis Cieri (USA)                                                           172,76 Wilkspunkte
6.   Mike Ciupinski (USA)                                                       167,60 Wilkspunkte
7.   Barry Antoniow (Kanada)                                                  ausgeschieden
8.   Danny Thurman (USA)                                                      ausgeschieden
9.   Adam Mamola (USA)   ausgeschieden

Allgemein: Guinness-Buch-Autoren finden Mann mit 78 cm Armumfang

Stolze 78 Zentimeter Umfang messen Moustafa Ismails Bizeps. Das haben nun Redakteure des „Guinness Buch der Rekorde“ offiziell nachgeprüft, indem sie selbst das Maßband an die gewaltigen Arme legten. Ob der in den USA lebende Ägypter damit tatsächlich den größten Armumfang weltweit besitzt, wissen wir erst, wenn das Rekord-Buch in den Handel kommt.

Während sich Moustafa und sein Manager zuversichtlich geben, dass der 24-Jährige am Anfang einer großen Bodybuilding-Karierre steht, sehen amerikanische Muskelfans die Sache eher nüchterner. Angesichts seiner prallen Arme, denen es auch bei ausgestreckten Armen nicht an einer schwungvollen Masse fehlt, wird immer wieder der Name Greg Valentino laut. Valentino machte seinerzeit Schlagzeilen, weil er den Syntholgebrauch auf die Spitze trieb.

Moustafa will nächstes Jahr im Mai an der „Jay Cutler Classics“ teilnehmen und dabei nach Berichten einer lokalen Zeitung, um die Profi-Lizenz kämpfen. Das scheint minder realistisch, wenn man die offiziellen Normen für den Erhalt einer Pro-Card bedenkt.

Derweil haben sich in amerikanischen Bodybuilding-Foren mehrere User zusammengetan, die den Autoren des Guiness-Buchs dazu bringen wollen, einen genaueren Blick auf die brachialen Arme des Ägypters zu werfen.

Gewichtheben: Olympiasieger Vasily Alekseyev mit 69 Jahren verstorben

Die russische Gewichtheberlegende Vasily Alekseyev ist am 25.11.11 in einer Münchener Spezialklinik an Herzversagen gestorben. Der Superschwergewichtler Vasily gewann in seiner Karriere zweimal Olympisches Gold, wurde 8x Weltmeister und stellte insgesamt 80 Weltrekorde auf.

Vasily Alekseyev war neben dem Amerikaner Paul Anderson die Ausnahmeerscheinung im Gewichtheben, die bis heute unerreicht geblieben ist. Der Mann der im Januar 70 Jahre alt geworden wäre, dominierte die Schwergewichtsszene in den 70er Jahren in Gänze und konnte erst bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau von einer Verletzung gestoppt werden.

Vasilys Sportkarriere begann spät. Im Alter von 20 Jahren war der nahende Ruhm für Vasily noch in weiter Ferne. In seiner Heimatstadt Shakhty verdiente er als Minen- und Waldarbeiter seinen Lebensunterhalt. Die harte Arbeit prägte den künftigen Weltstar, der auch auf seinem Karrierehöhepunkt stets äußerst höflich und respektvoll mit seinen Mitmenschen umgegangen ist. Die Legende will es so, dass Vasily das Gewichtheben für sich entdeckte, indem er nach getaner Arbeit im Minenschacht, die Radachse eines Stollenwagens zur Hochstrecke brachte.

Tatsächlich hat Vasily mit 28 Jahren erst im relativ späten Athletenalter die internationale Bühne zum ersten Mal betreten. Doch bereits in seinem Debütjahr entschied er die Weltmeisterschaft für sich. Die fehlende technische Ausbildung, die heutigen Heber schon im zarten Kindesalter eingeschleift wird, sah man Vasily bei jedem Wettkampf an. Er hob die Lasten langsam an, ja beinahe träge, und wuchtete die Eisenberge eher kontrolliert als explosiv über den Kopf. Im Vergleich zu den heutigen Athleten wirkte der Russe wie ein tapsiger jedoch immens starker Bär. Und es war eben jene freundliche und zugleich beeindruckende Ausstrahlung, die Vasily die Herzen der Menge und auch der Massenmedien einbrachte. Wie kein anderer Athlet in den Zeiten des kalten Krieges beherrschte Vasilys Name die Schlagzeilen auf beiden Seiten des eisernen Vorhanges.

Zu seinen Spitzenzeiten wog der frühere Minenarbeiter gewaltige 160 kg. Seine sportlichen Leistungen waren nicht minder immens. Mit insgesamt 645 kg stellte er im Jahr 1972 einen Rekord im Olympischen Dreikampf (Reißen, Pressen, Stossen) auf, der niemals überboten werden konnte. Vasily war nicht nur auf Weltmeisterschaften der unangefochtene Champion, sondern hatte auch bei den Olympischen Spielen ohne Zweifel das Zepter in der Hand. Mit seinen Siegen in München 1970 und Montreal 1976 konnte der freundliche Gigant seinen Legendenstatus festigen.

Trotz seiner Erfolge für das Vaterland war der Ausnahmeheber bei den Sportfunktionären der U.S.S.R. keineswegs beliebt. Vielmehr erzürnte er die politische Obrigkeit, indem er den verordneten Trainingscamps fern blieb und allein und ohne Trainer in seinem Garten bei nächtlicher Stunde Eisen stemmte. Vaily war dafür bekannt, dass er sehr häufig und sehr schwer trainierte.

Mit den 70er Jahren endete auch Vasilys Regentschaft. Zunehmend wurde der Unbesiegbare von tückischen Verletzungen geplagt. Dennoch trat er voller Zuversicht bei den Olympischen Spielen in seiner Heimat in Moskau 1980 an die Hantel. Der von russischen Funktionären als schillerndste Tag prognostiziert, wurde zum Debakel für Vasily. In einem Interview, das er in den 80er Jahren gab, erzählt Vasily, dass er kurz vor Beginn des Wettkampfes von dem russischen Nationaltrainer ein Getränk erhalten habe. Nachdem er es getrunken hatte, merkte er, dass es irgendetwas beigemischt wurde, was dem Champion die Sinne benebelte. Vasily war auf der Bühne nicht Herr seiner Kräfte und konnte selbst Lasten nicht bewegen, mit denen er im Training spielerisch umging. Inoffiziell machte das Gerücht die Runde, das ein hochrangiger Funktionär Usbekistans dabei seine Hände im Spiel hatte. Nach dem Vorfall wurde Vasily von seitens der russischen Politik zum Rücktritt gedrängt. Er selbst sagte, dass er noch gerne drei oder vier weitere Jahre aktiv Wettkämpfe bestreiten wollte, aber es ihm schlicht nicht erlaubt wurde.

Vasily erhielt als „Entschädigung“ den Posten des Nationaltrainers und führte bei den Olympischen Spielen 1992 immerhin fünf russische Athleten zu Gold. Zu dieser Zeit trug jedoch das lang vorbereitete bulgarische Trainingssystem Früchte. Angesichts der bulgarischen Dominanz im Gewichthebersport der späten 80er und frühen 90er erhielt Vasilys eigentlich gute Trainerleistung nicht sonderlich viel Zuspruch. Und so wurde er erneut zum Abschied gedrängt. Diesmal jedoch auf immer und ewig. Der Weltstar zog sich in seine kleine Heimatstadt zurück.

Außerhalb des Rampenlichts verlor Vasily auch den besonderen Schutz der russischen Politik. „Während meiner aktiven Zeit war ich quasi unantastbar. Danach begannen die Medien Geschichten zu veröffentlichen, die einfach nicht wahr waren“, sagte Vasily in einem Interview gegenüber einer englischen Reporterin.

Vasily widmete seinen Lebensabend der Kinder- und Jugendarbeit und genoss in seiner Heimat ein hohes Ansehen, jedoch keinen großen Wohlstand. Vasily war es wichtig, nicht nur den Körper zu trainieren. Er wollte auch seinen Geist weiter ausbilden. So erarbeitete er sich den Titel Ingeneur für Minenbau und konnte sich bei simplen Sachverhalten neben russisch auch in Englisch, Deutsch und Französisch verständigen.

Weil sich seine Herzprobleme vergrößerten, wurde er vor Kurzem in eine Spezialklinik in München verlegt. In der Stadt, in der er einst seinen größten Triumph feierte, hörte das Herz des freundlichen Bärens auf zu schlagen.

Das Gewichtheben verlor eine Legende. Die Welt verlor einen Menschen, der beispielhaft die Tugenden Arbeitsfleiß und Bescheidenheit in sich vereinte.

Ein russischer Künstler widmete Vasily das folgende Lied.

Gewichtheben: Deutsches Team sichert Olympiaqualifikation

Dank eines beherzten Einsatzes von Superschwergewichtler Almir Velagic konnte die deutsche Nationalmannschaft die anvisierten fünf Starterplätze für die Olympischen Spiele 2012 sichern. Der Mann aus Speyer landete mit einem Zweikampfresultat von 411 kg (183 kg im Reißen/228 kg im Stoßen) auf dem neunten Platz und brachte damit am Schlusstag die entscheidenden Punkte für die Olympia-Quali ein.

Die Goldmedaille in der Klasse +105kg ging an den Titelverteidiger aus Iran. Behdad Salimikordasiabi gelang mit 214 kg im Reißen ein neuer Weltrekord und nach 250kg im Stoßen stand er unangefochten an der Spitze des Feldes. Sein Landsmann Sajjad Anoushiravani landete mit einem Total von 439kg (Reißen 192kg, Stoßen 241kg) auf dem zweiten Rang.

Bronze ging an den Südkoreaner Jeon Sang-Guen mit 192kg im Reißen und 241kg im Stoßen.

Die Auswahl des BVDG hat während der Weltmeisterschaften in Paris bewiesen, dass sie auch ohne die Stars Matthias Steiner und Jürgen Spieß international einen soliden Eindruck hinterlassen konnte.

Kraftdreikampf: Ostblock dominiert WM-Auftakt

Die Athleten Osteuropas gehören auch 2011 zu den Titelfavoriten der internationalen Titelausscheidung im Kraftdreikampf.

In der Klasse -57kg konnte die Russin Anna Ryzkova mit 210kg einen neuen Weltrekord in der Kniebeuge aufstellen und mit einem Total von 530 kg schließlich auch den ersten Platz erkämpfen.

Eine Gewichtskategorie höher ging die Goldmedaille an Larysa Soloviova aus der Ukraine, die mit 160 kg auf der Bank, 245 kg im Kreuzheben und satten 632,5 kg im Dreikampfresultat gleich drei Weltrekorde aufstellte.

Auch bei den Herren blieb die osteuropäische Phalanx unangetastet. Mit krachenden 365,5 kg in der Kniebeuge stellte der Pole Jaroslaw Olech einmal mehr alle Weichen auf Sieg. Insgesamt brachte er 903 kg in die Wertung, die ebenfalls eine neue Weltbestleistung markieren.

Gewichtheben: Behdad Salimi knackt Weltrekord

Knapp drei Wochen vor den Weltmeisterschaften in Paris, bringt sich der Iraner Behdad Salimi als klarer Titelfavorit in Position. Auf einer regionalen Meisterschaft in der iranischen Provinz Kordestan knackte der 22-Jährige mit 217 kg die aktuelle Weltbestmarke im Superschwergewicht. Diesen hielt zuvor sein sein Landsmann und zweifacher Olympia-Sieger Hossein Rezazadeh mit 213 kg inne, die er im Jahr 2003 zur Hochstrecke bringen konnte.

Salimi reist als Sieger der Asienmeisterschaften nach Europa, um dort seinen Weltmeistertitel aus dem Vorjahr zu verteidigen.