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Tijuana Pro – Robert Piotrkowicz schnappt sich Olympia-Quali auf letzten Drücker

Nur eine Woche vor dem Bodybuilding-Höhepunkt des Jahres konnte sich mit dem Polen Robert Piotrkowicz ein weiterer Europäer für die Wahl zum Mr. Olympia qualifizieren. Robert erhielt sein Ticket in die Stadt der Sünde mit einem dritten Platz bei der Tijuana Pro, dem ersten Profi-Bodybuilding-Event in Mexico.

Ed Nunn und Marcus Haley belegten die Plätze eins und zwei.

Ergebnisse der Tijuana Pro
Männer:
1. Ed Nunn
2. Marcus Haley
3. Robert Piotrkowicz
4. Moe El Mousawwi
5. Alfonso Del Rio

Bikini:
1. Abbie Burrows
2. Cristina Mendevil
3. Kelly Gonzalez
4. Christie Marquez
5. Tiffany Boydston

Tampa Pro – Marius Dohne siegt überraschend in Florida

Mit Marius Dohne gewann am vergangenen Wochenende ein Mann die “Tampa Pro”, den eigentlich niemand auf der Rechnung hatte. Im Vorfeld war fast ausschließlich Hidetada Yamagishi als Titelfavorit im Gespräch.

Der Japaner gab nach beinahe einjähriger Verletzungspause sein Comeback und zeigte sich in einer sensationellen Form. Hide war zwar deutlich leichter als in der Vergangenheit, brachte dennoch die gewohnte brachiale Härte auf die Bühne. Sein geringeres Körpergewicht fiel zudem alles andere als negativ auf, denn Hide war es gelungen, den Gewichtsverlust durch eine exzellente Symmetrie und perfekte Proportionen auszugleichen. Mit der Olympia-Qualifikation in der Tasche war Hide über sein Abschneiden hoch zufrieden. Dennoch ist sein zweiter Platz eine durchaus umstrittende Entscheidung.

Marius Dohne war zweifelsohne ein würdiger Sieger. Er brachte ein komplettes Gesamtpaket nach Florida, dass das sachkundige Zuschauer zum Staunen brachte. Ende Mai noch hinterließ der Süd-Afrikaner auf der New York Pro alles andere als einen guten Eindruck und kam zurecht nicht über den neunten Platz hinaus. Doch hier in Tampa war er auf die Minute perfekt vorbereitet. Unter der papierdünnen Haut züngelten tiefe gestreifte Muskelfasern, mit denen er das Publikum auf seine Seite holte. Dennoch konnte er im direkten Vergleich nicht mit der Muskelreife eines Hidetada Yamagishi mithalten. Dass er dennoch den Grand Prix gewann, ist seiner extremen Härte zuzuschreiben.

Nachdem er in der letzten Woche beim “Toronto Pro” auf den vierten Platz kam, reitet Frank McGrath weiterhin auf einer erfolgreichen Comeback-Welle. Mit der gleichen Form, die ihm bereits in Kanada zu einer Finalplatzierung verholfen hat, konnte er nun zum ersten Mal in seiner Karriere die Top-3 eines Profi-Grand-Prixs knacken. McGrath wird definitiv ein Athlet sein, der beim diesjährigen Mr. Olympia für die eine oder andere Überraschung sorgen kann.

Die Ergebnisse vom Tampa Pro 2011

1. Marius Dohne
2. Hidetada Yamagishi
3. Frank McGrath
4. Mark Dugdale
5. Marcus Haley
6. Robert Piotrkowicz
7. Jason Huh
8. Brandon Curry
8. Khalid Almohsinawi
10. Marc LaVoie
11. Alexandre Nataf
12. Santana Anderson
13. Greg Ulysses
14. Lee Banks
15. Jerry Nicholls
16. Jonathan Rowe

Craig Richardson siegt in Kanada

Nachdem Craig Richardson bereits Ende Mai bei der New York Pro mit einem dritten Platz hinter Ronny Rockel und Kai Greene für Aufsehen sorgte, konnte er nun im kanadischen Toronto auf den wohlverdienten ersten Platz vorrücken. Craig präsentierte seine harmonische Linie mit einer rasiermesserscharfen Definition, die ihn vom restlichen Teilnehmerfeld deutlich abhob.

Der Franzose Lionel Beyeke bekam von Bodybuilding-Moderator Bob Chiccerillo das Lob ausgesprochen, wie der junge Flex Wheeler auszusehen. Lionel konnte sein großartiges Gesamtpaket mit vollen Muskelköpfen und einer schmalen Taile jedoch leider nicht in der gleichen Härte bringen, wie es Richardson gelungen ist. Bob sieht in dem Franzosen dennoch den Star der kommenden Jahre, der in naher Zukunft auch um die Vorherrschaft bei der Olympia-Wahl eine gewichtige Rolle spielen wird.

Um Platz drei rangelten sich Brandon Curry und Frank McGrath. McGrath‘ Karriere stand in den letzten Jahren unter keinem guten Stern, als er immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen hatte. Zuletzt riss ihm der Bizeps ab, weshalb man ein Comeback eigentlich gar nicht mehr erwartete. Aber Todgesagte leben bekanntlich länger. Und so auch Frank McGrath. Frank stellte sich in Kanada in der besten Form seines Lebens auf die Bühne. Von seinen Verletzungen war kaum noch etwas zu erkennen und einzig in der Rückenansicht musste er wertvolle Punkte an Brandon Curry abgegeben, der diese auch erfolgreich für die Bronzemedaille verwertete.

Ergebnisse Toronto Supershow Pro
1. Craig Richardson
2. Lionel Beyeke
3. Brandon Curry
4. Frank McGrath
5. Robert Piotrkowicz

Cederic McMillan gewinnt Show of Champions in Florida

Cederic McMillan konnte sich am Wochenende bei der Show of Champions in Orlando gegenüber eines unspektakulären Teilnehmerfeldes durchsetzen. Nur 14 Männer trauten sich in das Licht der Bühnenscheinwerfer und bewiesen damit erstaunlichen Mut, wenn man berücksichigt, dass niemand von ihnen in solider Wettkampfform war. Ein Blick auf das Line-Up ließ tief gekerbte Definition missen und erinnerte eher an die Ansammlung von Athleten, die sich auf ein Gastposing-Auftritt vorbereitet haben.

Cederic McMillan konnte sich einzig dank seiner Masse und einer extrem schmalen Taille von der Konkurrenz absetzen. Der US-Champion von 2009 war weder hart noch trocken, weshalb Marcus Haley seine berechte Chance auf einen Sieg witterte. Doch Haley hatte wie alle anderen Teilnehmer es versäumt, rechtzeitig hart zu werden und hatte der Masse seines Widersachers demnach wenig entgegenzusetzen. Und so wunderte es wenig, dass Marcus wie schon im letzten Jahr an gleicher Stelle abermals auf den zweiten Rang kam. Ärgerlich ist hierbei nur, dass Haley mittlerweile zu den Veteranen im Geschäft gehört und ein mittklassiges Feld hätte locker aufrollen können. Doch mit seiner mangelnden Form hatte er sich selbst ein Bein gestellt.

Die Top-3 wurden von Evgeny Mishin komplettiert, der sich damit die Olympia-Qualifikation sichern konnte. Evgeny kam im letzten Jahr bei der Show of Champions ebenfalls nicht über den dritten Platz hinaus.

Die Ergebenisse der Show of Champions

1. Cedrick McMillan
2. Marcus Haley
3. Evgeny Mishin
4. Michael Liberatore
5. Lee Banks
6. Khalid Almohsinawi
7. Robert Piotrkowicz
8. Clarence Devis
9. Grigori Atoyan
10. Wendell Floyd
11. Manuel Romero
12. Jonathan Rowe
13. Oleg Emelyanov
Ken Jones