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Ernährung: Was ist besser – Butter oder Margarine?

Selten wird Personal-Coaches und Ernährungsberatern eine Frage so häufig gestellt wie diese. Dennoch ist es gar nicht so einfach, eine Antwort darauf zu finden.
In den 80er und 90er Jahren galt die Margarine als gesunder Butterersatz, obwohl sich beide kalorisch nicht viel nehmen. Der Grund, warum Margarine favorisiert wurde, liegt darin, dass sie weniger gesättigte Fettsäuren enthält und damit gesünder für den Herz- und Gefässapparat ist.

Damals hat die Wissenschaft es jedoch versäumt, die Fettsäuren der Margarine genauer unter die Lupe zu nehmen. Dies wurde jedoch in den vergangenen vier Jahren ausgiebig nachgeholt und man fand heraus, dass die künstlich gehärteten Fette in der Margarine, sogenannte Transfette, alles andere als gut für unseren Organismus sind und unseren Gefässe noch mehr zu schaffen machen können als die natürlich gesättigten Fettsäuren der Butter. Transfette wurden sogar als so schädlich eingestuft, dass Restaurants in New York und in Kalifornien diese nicht mehr zur Zubereitung von Speisen benutzen dürfen.

Auch in Deutschland wurde reagiert. Hier finden Sie nun in den Regalen Margarine, die ohne Transfette hergestellt wurde. Ein Blick auf das Etikett lohnt sich also.
Fitness-Fans und ernsthafte Bodybuilder sollten jedoch insgesamt von Butter oder Margarine absehen, weil beide Produkte schlicht sehr reich an Kalorien sind und wenig für den Muskelaufbau tun.

Selbst extrem kurze Trainingseinheiten helfen fit zu werden

Eine kanadische Studie hat aktuell gezeigt, dass körperliche Anstrengung bereits nach wenigen Sekunden zu einer Steigerung von Fitness und Wohlbefinden beitragen kann.

Die Forscher untersuchten für ihre Studie 135 übergewichtige Personen und ließen diese eher zufällige statt regelmäßige kurze Trainingssessionen absolvieren. Solche Workouts waren zum Beispiel ein Satz Liegestütz während der Werbepausen beim abendlichen Fernsehen oder auf der Arbeit die Treppen statt des Fahrstuhls zu benutzen.

Wie sich zeigte, führten diese kurzen Anstrengungen zu einer Verbesserung der cardiovaskulären Gesundheit und zu einer Verringerung des Körpergewichts.

Daraus ist zu lernen, dass man selbst mit extrem wenig Zeit an seiner Fitness arbeiten kann.

Fettes Essen erschwert Appetitkontrolle

Eine neue Studie, die von der Endokrinologischen Gesellschaft in Boston durchgeführt wurde, wirft ein neues Licht auf Low-Carb-Diäten. Bisher ging man davon aus, dass fettreiche Mahlzeiten übergroßen Appetit und Heißhungerattacken reduzieren können. Doch die Ergebnisse der Studie deuten daraufhin, dass Gegenteiliges der Fall zu sein scheint.

Die Wissenschaftler setzten Mäuse und Ratten auf eine fettreiche Diät, die von der Makronährstoffanteilen in etwa einer typischen Low-Carb-Diät entsprach. Die Nager erlitten innerhalb von wenigen Tagen Entzündungen im Hypothalamus, jeder Teil des Gehirns, der u.a. unser Hungegefühl reguliert. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass diese Entzündung zu Zellschäden im Gehirn führte, die in der Folge zu einer verringerten Appetitkontrolle führten.

Milchfett im Kampf gegen Diabetes hilfreich

Der Standardratschlag an Diabetes-Patienten lautet, eine fettarme Diät zu befolgen. Eine aktuelle Studie stellt diese Anweisung in Frage. Denn offenbar kann der Genuss von Vollmilch, Käse und Joghurt den Zuckerspiegel senken. Grund scheint hierfür eine spezielle Fettsäure zu sein, die nur in Molkereiprodukten der Vollfettstufe vorkommt.

Die Studie, an der 3.000 Probanden teilnahmen, zeigte außerdem, dass Milchfett offenbar auch mit niedrigen Cholesterinwerten und geringem Körperfettanteil in Verbindung gebracht werden kann.

Low-Carb wirkt schneller, aber Low-Fat ist gesünder

Wissenschaftler des medizinischen Zentrums an der Universität von Maryland stellten einmal mehr die Frage, welcher Diätansatz der bessere sei: Wenig Kohlenhydrate oder doch eher wenig Fett?

Das Ergebnis überrascht, da es den Verfechtern beider Theorien in die Hände spielt.

Demnach führen Low-Carb-Diäten in den ersten sechs bis zwölf Monaten zu einem größeren Gewichtsverlust, als bei Low-Fat-Diäten bei gleicher Kalorienmenge.

Dafür zeigte sich jedoch, dass hinsichtlich der kardiovaskulären Gesundheit die Low-Fat-Diäten einen klaren Vorteil bieten.

Die Forscher raten dazu, langfristig eher auf eine fettreiche Ernährung zu verzichten und Low-Carb-Diäten nur kurzfristig zu befolgen.