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Gewichtheben: Olympiasieger Vasily Alekseyev mit 69 Jahren verstorben

Die russische Gewichtheberlegende Vasily Alekseyev ist am 25.11.11 in einer Münchener Spezialklinik an Herzversagen gestorben. Der Superschwergewichtler Vasily gewann in seiner Karriere zweimal Olympisches Gold, wurde 8x Weltmeister und stellte insgesamt 80 Weltrekorde auf.

Vasily Alekseyev war neben dem Amerikaner Paul Anderson die Ausnahmeerscheinung im Gewichtheben, die bis heute unerreicht geblieben ist. Der Mann der im Januar 70 Jahre alt geworden wäre, dominierte die Schwergewichtsszene in den 70er Jahren in Gänze und konnte erst bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau von einer Verletzung gestoppt werden.

Vasilys Sportkarriere begann spät. Im Alter von 20 Jahren war der nahende Ruhm für Vasily noch in weiter Ferne. In seiner Heimatstadt Shakhty verdiente er als Minen- und Waldarbeiter seinen Lebensunterhalt. Die harte Arbeit prägte den künftigen Weltstar, der auch auf seinem Karrierehöhepunkt stets äußerst höflich und respektvoll mit seinen Mitmenschen umgegangen ist. Die Legende will es so, dass Vasily das Gewichtheben für sich entdeckte, indem er nach getaner Arbeit im Minenschacht, die Radachse eines Stollenwagens zur Hochstrecke brachte.

Tatsächlich hat Vasily mit 28 Jahren erst im relativ späten Athletenalter die internationale Bühne zum ersten Mal betreten. Doch bereits in seinem Debütjahr entschied er die Weltmeisterschaft für sich. Die fehlende technische Ausbildung, die heutigen Heber schon im zarten Kindesalter eingeschleift wird, sah man Vasily bei jedem Wettkampf an. Er hob die Lasten langsam an, ja beinahe träge, und wuchtete die Eisenberge eher kontrolliert als explosiv über den Kopf. Im Vergleich zu den heutigen Athleten wirkte der Russe wie ein tapsiger jedoch immens starker Bär. Und es war eben jene freundliche und zugleich beeindruckende Ausstrahlung, die Vasily die Herzen der Menge und auch der Massenmedien einbrachte. Wie kein anderer Athlet in den Zeiten des kalten Krieges beherrschte Vasilys Name die Schlagzeilen auf beiden Seiten des eisernen Vorhanges.

Zu seinen Spitzenzeiten wog der frühere Minenarbeiter gewaltige 160 kg. Seine sportlichen Leistungen waren nicht minder immens. Mit insgesamt 645 kg stellte er im Jahr 1972 einen Rekord im Olympischen Dreikampf (Reißen, Pressen, Stossen) auf, der niemals überboten werden konnte. Vasily war nicht nur auf Weltmeisterschaften der unangefochtene Champion, sondern hatte auch bei den Olympischen Spielen ohne Zweifel das Zepter in der Hand. Mit seinen Siegen in München 1970 und Montreal 1976 konnte der freundliche Gigant seinen Legendenstatus festigen.

Trotz seiner Erfolge für das Vaterland war der Ausnahmeheber bei den Sportfunktionären der U.S.S.R. keineswegs beliebt. Vielmehr erzürnte er die politische Obrigkeit, indem er den verordneten Trainingscamps fern blieb und allein und ohne Trainer in seinem Garten bei nächtlicher Stunde Eisen stemmte. Vaily war dafür bekannt, dass er sehr häufig und sehr schwer trainierte.

Mit den 70er Jahren endete auch Vasilys Regentschaft. Zunehmend wurde der Unbesiegbare von tückischen Verletzungen geplagt. Dennoch trat er voller Zuversicht bei den Olympischen Spielen in seiner Heimat in Moskau 1980 an die Hantel. Der von russischen Funktionären als schillerndste Tag prognostiziert, wurde zum Debakel für Vasily. In einem Interview, das er in den 80er Jahren gab, erzählt Vasily, dass er kurz vor Beginn des Wettkampfes von dem russischen Nationaltrainer ein Getränk erhalten habe. Nachdem er es getrunken hatte, merkte er, dass es irgendetwas beigemischt wurde, was dem Champion die Sinne benebelte. Vasily war auf der Bühne nicht Herr seiner Kräfte und konnte selbst Lasten nicht bewegen, mit denen er im Training spielerisch umging. Inoffiziell machte das Gerücht die Runde, das ein hochrangiger Funktionär Usbekistans dabei seine Hände im Spiel hatte. Nach dem Vorfall wurde Vasily von seitens der russischen Politik zum Rücktritt gedrängt. Er selbst sagte, dass er noch gerne drei oder vier weitere Jahre aktiv Wettkämpfe bestreiten wollte, aber es ihm schlicht nicht erlaubt wurde.

Vasily erhielt als „Entschädigung“ den Posten des Nationaltrainers und führte bei den Olympischen Spielen 1992 immerhin fünf russische Athleten zu Gold. Zu dieser Zeit trug jedoch das lang vorbereitete bulgarische Trainingssystem Früchte. Angesichts der bulgarischen Dominanz im Gewichthebersport der späten 80er und frühen 90er erhielt Vasilys eigentlich gute Trainerleistung nicht sonderlich viel Zuspruch. Und so wurde er erneut zum Abschied gedrängt. Diesmal jedoch auf immer und ewig. Der Weltstar zog sich in seine kleine Heimatstadt zurück.

Außerhalb des Rampenlichts verlor Vasily auch den besonderen Schutz der russischen Politik. „Während meiner aktiven Zeit war ich quasi unantastbar. Danach begannen die Medien Geschichten zu veröffentlichen, die einfach nicht wahr waren“, sagte Vasily in einem Interview gegenüber einer englischen Reporterin.

Vasily widmete seinen Lebensabend der Kinder- und Jugendarbeit und genoss in seiner Heimat ein hohes Ansehen, jedoch keinen großen Wohlstand. Vasily war es wichtig, nicht nur den Körper zu trainieren. Er wollte auch seinen Geist weiter ausbilden. So erarbeitete er sich den Titel Ingeneur für Minenbau und konnte sich bei simplen Sachverhalten neben russisch auch in Englisch, Deutsch und Französisch verständigen.

Weil sich seine Herzprobleme vergrößerten, wurde er vor Kurzem in eine Spezialklinik in München verlegt. In der Stadt, in der er einst seinen größten Triumph feierte, hörte das Herz des freundlichen Bärens auf zu schlagen.

Das Gewichtheben verlor eine Legende. Die Welt verlor einen Menschen, der beispielhaft die Tugenden Arbeitsfleiß und Bescheidenheit in sich vereinte.

Ein russischer Künstler widmete Vasily das folgende Lied.

Gewichtheben: Behdad Salimi knackt Weltrekord

Knapp drei Wochen vor den Weltmeisterschaften in Paris, bringt sich der Iraner Behdad Salimi als klarer Titelfavorit in Position. Auf einer regionalen Meisterschaft in der iranischen Provinz Kordestan knackte der 22-Jährige mit 217 kg die aktuelle Weltbestmarke im Superschwergewicht. Diesen hielt zuvor sein sein Landsmann und zweifacher Olympia-Sieger Hossein Rezazadeh mit 213 kg inne, die er im Jahr 2003 zur Hochstrecke bringen konnte.

Salimi reist als Sieger der Asienmeisterschaften nach Europa, um dort seinen Weltmeistertitel aus dem Vorjahr zu verteidigen.

BMS sponsert die Weltmeister Markus Schick und Gunda Fiona von Bachhaus

Mit Gunda Fiona von Bachhaus und Markus Schick begrüßen wir zwei herausragende Sportler in unserem Athletenteam, die sich in der Kraftsportwelt zum Maß der Dinge entwickelt haben.

Die gebürtige Amerikanerin Gunda ist bereits 7-fache Weltmeisterin (2-mal im Kraftdreikampf und 5-mal im Bankdrücken) und amtierende „Arnold Classic“ – Siegerin im Bankdrücken . Im letzten Jahr setzte sie die Weltmeisterschaft im Kraftdreikampf aus, will aber 2011 den Titel wieder in die deutsche Wahlheimat holen.

Ihr langjähriger Trainingspartner kann ebenfalls auf eine stattliche Titelsammlung hinweisen. Markus Schick ist der erfolgreichste Bankdrücker aller Zeiten. Niemand zuvor hat die Arnold Classic sechsmal gewinnen können und kein anderer hat jemals verbandsübergreifend das Wettkampfgeschehen dominiert. Markus ist eine Klasse für sich und obwohl er noch lange nicht zum alten Eisen gehört, hallen seinem Namen die Worte „lebende Legende“ nach.

Ein ausführliches Portrait über unsere Weltmeister folgt in Kürze.

Matthias Steiner zum Sportler des Monats gewählt

Nachdem Matthias Steiner bei der Weltmeisterschaft in Antalya wieder seine alte Höchstform aufblitzen liess und damit die Silbermedaille erkämpfte, wurde er von der Deutschen Sporthilfe, dem DOSB und dem Sportmagazin Kicker zum Sportler des Monats September ernannt.

Auf den zweiten Rang kam Tischtennis-Legende Timo Boll, der im September die Europameisterschaften gewann.

Steiner erhielt 37 Prozent der Stimmen von insgesamt knapp 3800 Athleten, die von der Sporthilfe gefördert werden.

Ralf Möller macht der Küstenwache das Leben schwer

Nach seinem Auftritt auf der FIBO 2008 war es um Ralf Möller etwas ruhiger geworden. Nun tritt der Bodybuilding-Weltmeister von 1989 wieder in das medialle Rampenlicht. Möller verleiht dem Auftakt der neuen Staffel der ZDF-Serie „Küstenwache“ den Glanz Hollywoods.

Mit 26 neuen Folgen startet am kommenden Mittwoch, 13. Oktober 2010, 19.25 Uhr, die 14. Staffel der ZDF-„Küstenwache“. Den Auftakt bildet eine Jubiläumsfolge: „U 32 antwortet nicht“ ist die 200. Folge der Serie. Im Mittelpunkt steht ein Marine-U-Boot der Klasse 212 A. Zum ersten Mal wurde einem Filmteam gestattet, im Inneren eines U-Bootes der neuesten Technikgeneration mit Hybridantrieb zu drehen. Hollywoodschauspieler Ralf Möller spielt den Kopf einer Verbrecherbande, die das U-Boot entführt und mit ihm in den Tiefen der Ostsee verschwindet. Ein dramatischer Kampf beginnt, der Kapitän Ehlers (Rüdiger Joswig) und seiner Mannschaft alles abverlangt.

Roman Fritz ist Weltmeister der Junioren

Der nationale Juniorenmeister zeigte am Wochenende, dass er auch international an der Spitze steht.
Im polnischen Bialystok konnte sich Roman gegenüber einem sehr dichten Teilnehmerfeld behaupten und die dominierende Phalanx des Ostblocks mit einem Paket aus solider Härte und ansprechender Muskelmasse gepaart mit einer dynamischen Präsentation überwinden.

Nach Daniel Hill, der 2007 die Goldmedaille gewann, konnte mit Roman Fritz erneut ein Deutscher den Titel im Schwergewicht gewinnen. Ob auch er wie Daniel nun die Chance ergreift, die Profi-Lizenz zu beantragen, ist noch nicht bekannt.

Mit den Weltmeisterschaften der Junioren wurden auch die internationalen Titelkämpfe der Senioren ausgetragen. Bei den Damen fand sich der Höhepunkt der Veranstaltung in einem Kopf-an-Kopf-Duell zwischen Vorjahressiegerin Violet Schwarz und der amtierenden Weltmeisterin (offene Klasse) Simone Linay. Nach einem engen inner-deutschen Muskelgefecht, das die Zuschauer im Saal begeisterte, gab die Jury schließlich der Titelverteidigerin Schwarz den entscheidenden Punkt.

Markus Schick wird souverän Weltmeister

Mit einer spektakulären Glanzleistung konnte sich Markus Schick seinen 13. Weltmeistertitel sichern und untermauerte damit seinen Status, bester Bankdrücker aller Zeiten zu sein.
Mit stolzen 281,5 gedrückten Kilogramm stemmte sich der hessische Unternehmer in der Klasse bis 82,5 kg weit von der internationalen Konkurrenz ab, die klar an der 245er Marke scheiterte.

Mit seiner Leistung sicherte sich Markus in Hamm nicht nur seinen 13. Weltmeistertitel, sondern auch einen neuen Weltrekord und die Führung in der Relativwertung. Damit ist er der erste deutsche Athlet, der auf einer Weltmeisterschaft den Gesamtsieg erringen konnte.