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FLEX stand kurz vor dem Verkauf

Wie erst jetzt bekannt wurde, wollten die Besitzer der American Media Inc., ihren Verlag inklusive der traditionsreichen Bodybuildingtitel wie FLEX und Muscle & Fitness an den meistbietenden Interessenten verkaufen.

Dies wirft ein düsteres Licht auf die Zukunft der Muskelhefte, die einst vom Bodybuilding-Übervater Joe Weider ins Leben gerufen worden sind. Das Verlagshaus American Media Inc. geriet bereits im letzten Jahr so sehr in finanzielle Schwierigkeiten, dass es nur durch ein spezielles Insolvenzverfahren überleben konnte, das unter US-Präsident B. Obama verabschiedet wurde.

Wie das “Wallstreet Journal” berichtet, haben die Besitzer der A.M.I. ein Angebot der Apollo Global Management, einer Investmentfirma mit Heuschreckenmentalität, abgelehnt. Der Wert von A.M.I. wird derzeit auf 500-720 Millionen US-Dollar geschätzt.

Die Besitzer der A.M.I. stellen sich nun jedoch offensiv vor Geschäftsführer David Pecker, der den Bodybuilding-Fans durch seine Präsenz bei der Mr. Olympia-Wahl bekannt sein dürfte.

Das Verlagshaus ist nach wie vor nicht aus dem Gröbsten heraus und für Muskelsportler bleibt nur die Hoffnung, dass es die FLEX noch lange geben wird.

Joe und Betty Weider Museum eröffnet

Die Bodybuilding-Promoter Terry und Jan Todd haben am vergangenen Freitag (21.07.11) das Joe und Betty Weider Museum offiziell eröffnet.

Das Weider-Museum ist im texanischen Stark-Center in Austin zu finden und wartet mit seiner ersten Ausstellung mit über 650 Fotografien von legendären Bodybuildern und Kraftsportlern auf. Darunter sind kunstvolle Bilder von Arnold Schwarzenegger, Bill Pearl, Franco Columbu, Frank Zane, Chris Dickerson, Clarence Bass, Lee Haney, Doris Barrilleaux, Sergio Olivia, Larry Scott, Boyer Coe und weitere Motive, die zur Muscle-Beach-Ära zählen.

Das Weider-Museum will mit Ausstellungen dieser Art den Besuchern Wissenswertes zu Fitness, Training, Ernährung und alternativer Medizin näher bringen.

Der Eröffnung ging eine 2 Millionen schwere Spende seitens der Weider an das Stark-Center voraus.

Kritik für Joe Weiders Aufnahme in die “Hall of Fame” Kaliforniens

Während die Muskelszene die Ehrung für den Vater des modernen Bodybuildings begrüßt, kritisieren angesehene Blätter des Staates die Entscheidung Schwarzeneggers.
Die “Los Angeles Times” stellt in ihrer heutigen Ausgabe alle Kandidaten vor, die zum Ausklang des Jahres in die Ruhmeshalle des Sonnenstaates aufgenommen werden. Neben Carol Bernett und George Lucas, die beide hohes Ansehen im Show- und Filmgeschäft genießen, bekam auch Joe Weider seinen ewigen Platz.

Die Autoren der “LA Times” kritisieren dabei, dass Weider ausschließlich wegen seiner Freundschaft zu Arnold Schwarzenegger zu dieser Ehre gekommen wäre. Schließlich ist er es gewesen, der die österreichische Eiche nach Amerika holte, ihn finanziell protegierte und zum Bodybuilding-Champion aufsteigen ließ, behaupten die Journalisten weiter.

Sicher sind diese Vorwürfe nicht ganz unberechtigt, wenn man bedenkt, dass auch eine Autorin in die “Hall of Fame” gewählt wurde, die nur regionale Bekanntheit genießt, jedoch zu den Lieblingsschreiberlingen von Schwarzeneggers Ehefrau gehört.

Was die Journalisten der “LA Times” bei ihrer Kritik jedoch sträflichst unerwähnt ließen, sind Joe Weiders Verdienste als Verleger und Geschäftsmann. Dem Kanadier ist es gelungen, ein weltweites Imperium aufzubauen und nutzte als einer der ersten die Kombination von Medien und Versandhandel als profitablen Vertriebskanal. Dass er mit seinen Publikationen wie der FLEX, der “Muscle & Fitness” und anderen Zeitungen sowie Büchern Millionen von Menschen zu einem gesunden und aktiven  Lebensstil angeleitet hat, ist zudem Grund genug, Weider die Ehrung nicht zu verweigern.

Joe Weider wird Mitglied in Kaliforniens Hall of Fame

 Der Urvater des modernen Bodybuildings erhält einen Platz in der kalifornischen Ruhmeshalle und erhält damit die bisher höchste Ehrung in seiner Laufbahn.
 
Am Wochenende gaben der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger und seine Frau Maria Shriver die diesjährigen Neuzugänge der „Hall of Fame“ Kaliforniens bekannt. Joe Weider, dem diese Ehrung ein Jahr nach Jack LaLanne zuteil wurde, wird für seine Verdienste im Fitness- und Bodybuildingsport ausgezeichnet, die das Lebensgefühl und das Image in Kalifornien nachhaltig prägten.
 
Neben Weider wurden auch die legendäre Unterhaltungskünstlerin Carol Burnett,  Filmproduzent George Lucas, Football-Experte John Madden und der Menschenrechtler Harvey Milk in die Hall-of-Fame aufgenommen.