Archiv der Kategorie: Fitness

Tanji Johnson gewinnt in der schlaflosen Stadt

Wenige Wochen bevor die Männer in New York an den Start gehen, entschied Tanji Johnson den Ausscheid in der Figurenklasse für sich.
Die amtierende Ms. Vize-Olympia konnte damit ihre fünfte Top-3-Platzierung in Folge sichern. Während sie im letzten Jahr bei der Arnolds noch abgeschlagen auf den 11. Platz landete, wendete sich kurz darauf das Blatt für sie und die Athletin aus Renton, Washington, avancierte zum Star der Figurenszene.

Mit einem strahlenden Lächeln und einer Konditionierung, die dem Bewertungsideal extrem nah kam, verwies sie Trish Warren and Bethany Wagner auf die Ränge. Die Top-3 der New York Pro Figure sind für die Olympia-Wahl im September qualifiziert.

Ergebnisse der New York Pro Figure 2010
1. Tanji Johnson
2. Trish Warren
3. Bethany Wagner
4. Tina Durkin
5. Allison Ethier
6. Kristina Rojas
7. Kayde Puckett
8. Amy Villa-Nelson
9. Stacy McDowell
10. Lauren DeNapoli
11. Amanda Marinelli
12. Sylvia Tremblay
13. Julie Costa

Neue Wettkampf-Kategorie in Deutschland

Der DVFV e.V. führt zur Frühjahrssaison eine neue Wettkampf-Kategorie ein. Neben der Fitness-Figuren- sowie Fitness-Leistungsklasse wird es eine Bikini-Klasse geben.
Der deutsche Vertreter der IFBB folgt damit dem Vorbild aus Amerika, wo sich Bikini-Wettbewerbe seit Jahren einer hohen Beliebtheit erfreuen und als Vorstufe zu den Figur-Wettkämpfen gelten. Offenbar hegen die Verantwortlichen die Hoffnung, dass eine ähnliche Entwicklung auch in der Bundesrepublik initiiert werden und so eine höhere Athletenzahl generiert werden kann.

Aktuell ist es jedoch noch den einzelnen Landesverbänden des DBFV überlassen, ob sie die Bikini-Klasse tatsächlich einführen. Bei der Deutschen Meisterschaft im Mai wird es aber eine Konkurrenz im Bikini und damit die ersten Aufschlüsse über die Erfolgschancen dieser Kategorie geben.

Jennifer Hendershott sagt Arnolds ab

Die amtierende Ms Fitness-Olympia hat sich dazu entschieden, nicht an der diesjährigen Arnold Classic teilzunehmen.
ennifer laboriert nach eigener Aussage derzeit an zahlreichen kleineren Verletzungen, die sie daran hindern, in absoluter Top-Form auf der Bühne zu stehen. Ferner sagt sie, dass sie sich momentan um ihr Privatleben kümmern müsse.

Jennifer ist eine der erfolgreichsten Fitness-Athletinnen aller Zeiten, die auch abseits der Bühne auf der Siegerspur ist. Als Trainerin bringt sie insgesamt 13 Athleten nach Columbus, die sich im Scheinwerferlicht messen lassen werden.

Wann sie das nächste mal wieder auf der Bühne steht, ließ Jennifer offen.

Tracey Greenwood sagt Arnolds ab

Mit Tracey Greenwood zieht eine der aussichtsreichsten Kandidatinnen auf den Sieg ihre Teilnahme an der Arnold Classic zurück.
Als Begründung gab sie an, sich verletzt zu haben und nun die Wettkampfvorbereitung nicht fortsetzen zu können. Über die Schwere der Verletzung und ob diese Auswirkung auf ihre künftige Karriere haben wird, äußerte sie sich nicht.

Tracy gehört gehört im Profi-Bereich zur absoluten Elite. Im Jahr 2008 platzierte sie sich bei der Wahl zur Ms. Olympia – Fitness auf den zweiten Rang. 2009 kam sie bei der Arnolds und in Las Vegas jeweils auf den dritten Platz.

Tracy hat einen Doktortitel in Sportwissenschaften und ist an einer Universität als Professorin tätig.

Durch ihr Ausscheiden kann sich eine der verbliebenden Athletinnen Hoffnungen auf den Einzug in die Top-3- machen:

Myriam Capes
Regiane Da Silva
Nicole Duncan
Tina Durkin
Allison Ethier
Adela Garcia
Oksana Grishina
Jennifer Hendershott
Tanji Johnson
Julie Palmer
Kayde Puckett
Camala Rodriguez
Sylvia Tremblay
Kizzy Vaines
Trish Warren

Jenny Lynn gibt Rücktritt bekannt

Die Grand Dame der Figurenklasse nimmt Abschied von der großen Bühne. Nach sieben erfolgreichen Jahren will Jenny Lynn nicht mehr in das Bühnenlicht treten.
Neben Monica Brandt und Mia Finnegan gehört Jenny Lynn zu den Frauen, die die noch sehr junge Fitness-Profi-Kategorie der IFBB geprägt haben.

Bereits nach zwei Jahren gelang ihr in Ihrer Karriere als Fitness-Athletin 2003 der Durchbruch mit dem Sieg der ersten Wahl zur Miss Fitness-International in der Figurenklasse. Es folgten mehrere Top-3-Platzierungen bei hochrangigen Wettkämpfen. Den International-Titel verteidigte sie zweimal, ehe sie sich auf die Olympia-Wahl konzentrierte, um diese nach zwei zweiten Rängen schließlich 2006 zu gewinnen. Im folgenden Jahr konnte Jenny den höchsten Titel des Sports erneut gewinnen und baute ihr Engagement als Trainerin und Fitness-Model aus.

Die viele Arbeit abseits der Wettkampfbühne forderte 2008 ihren Tribut. Jenny verlor ihre Position als Figurenkönigin und kam nur auf den vierten Rang. Obwohl sich Jenny dieses Jahr wieder voll auf die Ms. Olympia konzentrierte, kam sie nicht über den siebenten Rang hinaus.

„Ich glaube, der Sport ist reif für neue Gesichter“, resümierte sie ihr Abschneiden und möchte nun der neuen Generation Gelegenheit geben, sich zu beweisen.

Jenny wird als Trainerin und Ernährungsberaterin weiterhin der Szene treu bleiben und sagt, dass sie als bescheidene Siegerin in Erinnerung bleiben möchte.

Ausdauertraining verjagt den Hunger

Viele Fitness-Trainer raten an akuter Zeitnot leidenden Schützlingen häufig dazu, lieber auf das Cardio-Training zu verzichten und mehr Hanteltraining zu betreiben, da größere Muskeln in der Konsequenz auch mehr Energie verbrennen und damit letztendlich mehr Kalorien verbraucht werden.

Dieser ohne Zweifel nicht von der Hand zu weisende logische Schluss kann aber künftig nicht ohne eine Zusatzbemerkung stehen gelassen werden. Denn Ausdauertraining führt offenbar dazu, dass der Appetit rapide abnimmt und damit auch die Wahrscheinlichkeit einer Hungerattacke zu erliegen, ebenfalls sinkt. Unter dem Strich betrachtet, könnte man womöglich sagen, dass durch den geringeren Appetit ähnlich viele Kalorien eingespart werden, wie sie ein durch Hanteltraining vergrößerter Muskel verbrauchen würde. Dass ist zumindest die Aussage, die nach der ausführlichen Betrachtung einer jüngst durchgeführten Studie zu treffen wäre.

Der Sportwissenschaftler David J. Stensel von der britischen Loughborough-Universität wollte es genau wissen und entwarf eine Studie, die den Einfluss von körperlicher Betätigung auf das Hungergefühl von gesunden Menschen untersuchte. Seinen Ergebnissen zufolge unterdrückt eine 60-minütige anstrengende Trainingseinheit auf dem Laufband das Hungergefühl stärker, als ein 90 Minuten langes Hanteltraining. Wie die Forscher um David Stensel nachweisen konnten, schüttet unser Körper bei einer langanhaltenden Dauerbelastung die Hormone Ghrelin und Peptid YY aus. Beide spielen eine Schlüsselrolle bei der Hunger- und Appetitsteuerung unseres Organismuses. Beim Krafttraining hingegen wird nur Grehlin vermehrt in die Blutbahn abgegeben.

Stensel erhofft sich, dass die Ergebnisse seiner Studie dabei helfen werden, ein effektives Abnehmprogramm zu entwickeln. Neben Ghrelin, das von japanischen Wissenschaftlern vor etwa 10 Jahren entdeckt wurde, und Peptid YY, welches seit mehr als 25 Jahren bekannt ist, gibt es noch andere Hormone, die einen Effekt auf unser Hungergefühl haben. Die englischen Wissenschaftler entschieden sich dennoch, ausschließlich diese beiden bei ihren Untersuchungen zu berücksichtigen, um eine eindeutigen Vergleich zwischen dem Ausdauer- und dem Hanteltraining ziehen zu können.

An der Studie waren insgesamt elf männliche Studenten beteiligt, die drei achtstündige Trainingsseinheiten absolvieren mussten. Das erste Workout war eine 60 Minuten lange Laufbandeinheit. Danach durften die Probanden sich für sieben Stunden ausruhen, ehe sie für 90 Minuten an die Hanteln gingen und ein anstrengendes Krafttraining absolvierten. Nach einer sechseinhalbstündigen Pause kehrten Sie in den Trainingsraum zurück und mussten zu ihrer Verwunderung nichts machen. Ein psychologischer Trick der Wissenschaftler, um die Faktor des Placebo-Effekts zu reduzieren und die "passive Trainingssession  als Gegenkontrollwert nutzen zu können.

Die Probanden mussten in jeder Trainingseinheit Fragen zu ihrem körperlichen Befinden und dem gegenwärtigen Hunger- und Appetitgefühl beantworten. Sie erhielten außerdem zwei Mahlzeiten während jeder Ruhephase, wobei das Forscherteam in regelmäßigen Abständen die Ghrelin- und Peptid YY  €“ Werte ermittelte.   Wie die Untersuchungsprotokolle zeigen, kam es nach dem Laufbandtraining zu einer Verminderung der Ghrelin-Ausschüttung und zu einer Erhöhung des Peptid YY  €“ Spiegels, wodurch also insgesamt das Hungergefühl abnahm. Beim Hanteltraining jedoch nahm der Ghrelin-Wert zwar ebenfalls ab, allerdings veränderte sich der Peptid YY  €“ Wert in keiner bemerkenswerten Weise.

Die individuellen Aussagen der Probanden zeigte außerdem, dass offenbar beide Trainingsarten das Hungergefühl reduzieren können. Der Effekt ist jedoch beim   Ausdauertraining spürbar größer.