Gewichtheben: Matthias Steiner gibt Hoffnung auf Olympia-Gold auf

Seitdem Matthias Steiner in Peking Gold holte, schwörten er und Bundestrainer Frank Mantek die Öffentlichtkeit darauf ein, dass das Ziel für London nur die Titelverteidigung sein könne. Steiners Sehnenanriß scheint das Vorhaben jedoch in weite Ferne zu rücken.

Matthias sagte in einem Interview, dass er momentan so kurz nach der Operation nicht trainieren kann und ihm vermutlich am Ende rund 70 kg zur absoluten Weltspitze fehlen werden. Aufgeben will der Mann mit dem eisernen Willen trotzdem nicht. Auch wenn Olympia-Gold nicht in Reichtweite zu sein scheint, will sich der Wahl-Sachse für die Sommerspiele in London qualifizieren. Dabei sein ist alles, lautet die olympische Überzeugung und Steiner ist Sportler durch und durch, um diesen Slogan auch zu leben.

Ernährung: Was ist besser – Butter oder Margarine?

Selten wird Personal-Coaches und Ernährungsberatern eine Frage so häufig gestellt wie diese. Dennoch ist es gar nicht so einfach, eine Antwort darauf zu finden.
In den 80er und 90er Jahren galt die Margarine als gesunder Butterersatz, obwohl sich beide kalorisch nicht viel nehmen. Der Grund, warum Margarine favorisiert wurde, liegt darin, dass sie weniger gesättigte Fettsäuren enthält und damit gesünder für den Herz- und Gefässapparat ist.

Damals hat die Wissenschaft es jedoch versäumt, die Fettsäuren der Margarine genauer unter die Lupe zu nehmen. Dies wurde jedoch in den vergangenen vier Jahren ausgiebig nachgeholt und man fand heraus, dass die künstlich gehärteten Fette in der Margarine, sogenannte Transfette, alles andere als gut für unseren Organismus sind und unseren Gefässe noch mehr zu schaffen machen können als die natürlich gesättigten Fettsäuren der Butter. Transfette wurden sogar als so schädlich eingestuft, dass Restaurants in New York und in Kalifornien diese nicht mehr zur Zubereitung von Speisen benutzen dürfen.

Auch in Deutschland wurde reagiert. Hier finden Sie nun in den Regalen Margarine, die ohne Transfette hergestellt wurde. Ein Blick auf das Etikett lohnt sich also.
Fitness-Fans und ernsthafte Bodybuilder sollten jedoch insgesamt von Butter oder Margarine absehen, weil beide Produkte schlicht sehr reich an Kalorien sind und wenig für den Muskelaufbau tun.

Bodybuilding: Sheru-Classics 2011 – Die Stunde der Revanche

Zum ersten Mal in der Geschichte des Bodybuildings wird ein Profi-Wettkampf in Indien ausgerichtet. Und dieser hat es in sich, bietet er doch Jay Cutler nur eine Woche nach seiner Niederlage, die Gelegenheit zur Revanche. Denn mit ihm wird Phil Heath, der neue Mr. Olympia, auf im Scheinwerferlicht stehen.

Aber der Trip nach Indien kann für Jay auch ins Auge gehen, denn mit Kai Greene wird es sich nicht nehmen lassen, in absoluter Bestform zur asiatischen Halbinsel zu reisen. Wenn Jay auch nur einen Tick schwächer als beim Olympia-Wochenende ist, kann er schnell hinter Kai und damit auf den dritten Rang landen.

Victor Martinez und Dennis Wolf sind weitere Kandidaten, die das Zeug dazu haben, den ehemaligen König des Bodybuildings den Rang abzulaufen. Eine Woche nach seiner Niederlage muss Jay noch einmal alles in die Waagschale werfen, um mit Würde als Spitzenprofi abtreten zu können.

Bikini: Teenie Nicole Nagrani wird jüngste Olympia-Siegerin aller Zeiten

Nicole Nagrani hatte am Wochenende gleich zwei Gründe zum Strahlen: Sie wurde nicht nur zur neuen Königin der Bikini-Klasse gekrönt, sondern stellte auch einen ganz besonderen Rekord auf. Noch nie ist es einer 19-Jährigen gelungen, an die Spitze der Olympia-Wahl zu gelangen. Und das gilt nicht nur für die noch junge Bikini-Klasse, sondern auch für die Bodybuilding-Kategorie sowie der Figur- und Fitnessklasse.

Seit ihrer Amateurkarriere, in der sie wohl bemerkt nur erste Plätze einheimste, wird Nicole von den Fitness-Medien als die Teenie-Sensation gefeiert. Mit dem Sieg der Arnold Classic im Frühjahr wurde sie dann als ärgste Herausforderin der bis dahin amtierenden Ms. Bikini-Olympia Sonia Gonzales bezeichnet.
Die Vollzeit-Studentin an der Stetson Universität in Florida sieht den Rummel um ihre Person bisher noch ziemlich gelassen und gibt auf die drängenden Interviewfragen immer die Antwort, dass es ihr in erster Linie Spaß mache auf der Bühne zu stehen und einen gesunden Lebensstil zu führen. Konkurrenzgedanken hege sie kaum welche.

Doch das bedeutet nicht, dass Nicole keinen Ehrgeiz besitzen würde und nur auf Grund ihres jungen Alters und den damit verbundenen körperlichen Vorteilen auf dem ersten Platz bei der Olympia-Wahl gelandet wäre. Nicole ist in Wirklichkeit eine hart trainierende Athletin, die nichts dem Zufall überlässt. Sie gehört zum mittlerweile legendär gewordenen Bombshell Team, dessen Workouts sich durch ein extremes Volumen auszeichnen. Trainingsfleiß besitzt sie also, die neue Ms. Bikini-Olympia. Und gleiches lässt sich auch über ihre Ernährungsgewohnheiten sagen. Denn Mitglieder des Bombshell Teams kennen keine Schummelmahlzeiten.

Sportlich gesehen ist Nicole völlig gerechtfertigt zum Champion erklärt worden. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob sie angesichts ihres jungen Alters den Sport generationenübergreifend repräsentieren kann und nicht nur Teenies für die Bikini-Klasse begeistern wird.

Nicole Nagrani gewinnt Ms. Bikini Olympia 2011.
Nicole Nagrani gewinnt Ms. Bikini Olympia 2011.

Nicole Nagranis bisherige Wettkampfbilanz:
2011 IFBB Ms. Bikini-Olympia 1. Platz
2011 IFBB Arnold Classic – Bikini 1. Platz
2010 IFBB Fort Lauderdale Pro 1. Platz
2010 IFBB Ms. Bikini-Olympia 3. Platz
2010 IFBB Pro Bodybuilding Weekly Championships 1. Platz
2010 NPC Team Universe & National Fitness Championships 1. Platz
2010 NPC Team Universe & National Fitness Championships 1. Platz
2010 NPC NY Metropolitan 1. Platz
2010 NPC NY Metropolitan 1. Platz
2009 NPC Ft. Lauderdale Cup 1. Platz

Allgemein: Spartacus-Star Andy Whitfield ist verstorben

Die US-Serie “Spartacus” machte Andy Whitfield über Nacht zum Star. In seiner Rolle als Gladiator vereinte der Star einen überdurchschnittlich austrainierten Körper mit stoischer Gelassenheit und eisernem Willen. Kein Wunder also, dass die Serie gerade auch bei Muskel- und Fitnessfans auf Begeisterung stieß.

Doch der Ruhm sollte für Andy nur von kurzer Dauer sein. Im März 2010 erkannten Ärzte Krebs in Andys lymphatischem System. Während er wie der Gladiatorencharakter, den er im Fernsehen verkörperte, tapfer gegen den nahenden Tod ankämpfte, drehte er dennoch die erste Staffel der Erfolgsserie ab. Auch für die zweite Staffel wollte er vor der Kamera stehen, musste jedoch auf Grund der schwindenden Kräfte schließlich Lyam McIntyre (bekannt aus “Nachbarn”) ersetzt werden.

Mit 39 Jahren verstarb Andy in der letzten Woche im Kreise seiner Familie.

Bodybuilding: Baut Arnold Schwarzenegger das ultimative Bodybuilding-Museum?

Arnold SchwarzeneggerIn Los Angeles finden sich immer mehr Stimmen, die nach einem Bodybuilding-Museum verlangen. Die Befürworter sind neben lokalen Politikgrößen auch Vertreter der Tourismus- und Fitnessindustrie, die in einer zentralen Anlaufstelle für Fitness- und Bodybuildingfans eine profitable Idee sehen.

Immerhin, so argumentieren sie, sei Los Angeles nicht nur der Geburtsort des Bodybuildings, sondern auch vieler Fitness-Produkte, die die Szene nachhaltig verändert haben. Neben zahlreichen Trainingsgeräten gehört dazu auch Jane Fondas Aerobic-Videos in den 80er Jahren.

Nun schauen alle Augen auf Arnold Schwarzenegger als möglichen Schirmherr und Investor. Die seriöse Los Angeles Times hat sich ausführlich mit diesem Thema befasst und sieht in einem Fitness- und Bodybuilding-Museum tatsächlich die ideale Lösung, Arnold von seinem aktuellen Image als notirischem Fremdgeher zu befreien. Das Management Schwarzeneggers hat bisher jegliche Beteiligung an einem Boybuilding-Museum abgelehnt. Es sind jedoch Gerüchte im Umlauf, dass die Idee offenbar mehr Zuspruch im Umfeld des Gouvernators erhält als man es zunächst zugeben will. Die nahe Zukunft wird zeigen, wie sich Arnold entscheiden wird.

Bodybuilding: Phil Heath ist neuer König des Bodybuildings

Im letzten Jahr war es denkbar knapp, nun standen die Sterne für Phil Heath endlich richtig. Völlig verdient hielt der 31-Jährige am vergangenen Samstag (17.09.) die Sandow-Statue in den Händen und wurde der vierzehnte Mr. Olympia in der Geschichte des Bodybuildings.

1. Platz: Phil Heath
Dem ehemaligen Basketball-Spieler war es gelungen, seine Schwächen vollständig auszumerzen. Von schmalen Schlüsselbeinen kann keine Rede mehr sein. Phil packte mächtig Masse auf seine Schultern und gehörte damit zu den breitesten Athleten im Olympia-Line-Up. Hinzu kam, dass seine vollen Muskelköpfe nicht nur rundherum prall, sondern auch messerscharf definiert und knochentrocken waren.

2. Platz: Jay Cutler
Jay Cutler zeigte jenes beeindruckende Gesamtpaket, das ihm im Vorjahr zum Sieg verhalf. Dennoch stellte er im Gegensatz zu Phil Heath in der Summe zu viele Schwächen in das Scheinwerferlicht. Angefangen bei seinen Beinen, die zwar extrem gestreift, jedoch zu schmal für den wuchtigen Oberkörper waren, über seine scheinbar immer dicker werdende Haut, die beinahe alle Details seiner Rückenansicht schluckt. Bis hin zu einem Hämatom, das in der Internetwelt zu Spekulationen über eine mögliche Syntholanwendung führte.
Obwohl dem vierfachen Mr. Olympia eine Titelverteidigung versagt blieb, kann es für Jay Cutler wohl keine eleganteren Abgang geben, als das Zepter an seinen Schützling und besten Freund Phil Heath abzugeben. Und so konnte Jay direkt nach der Siegerverkündung auch nichts anderes als seine Freude für Phil ausdrücken.

3. Platz: Kai Greene
Trotz seines dritten Ranges gehörte Kai Greene zu den Siegern des Abends. Nachdem er es im letzten Jahr nicht in die Finalrunde schaffte, konzentrierte er sich auf nichts anderes als den Sturm auf die Olympia-Hochburg. Und die Früchte seiner Arbeit waren von allen Seiten zu sehen. Eine selten zu sehende Muskeldichte mit tiefen Einschnitten gepaart mit Greenes kreativem Posing machten den Mann aus Brooklyn zu einen Athleten, der im nächsten Jahr Phil Heath die Titelverteidigung streitig machen kann.

Die weiteren Ränge wurden wie folgt vergeben:

4. Victor Martinez
5. Dennis Wolf
6. Dexter Jackson
7. Toney Freeman
8. Brandon Curry
9, Ronny Rockel
10. Tidetada Yamagishi