Dennis James gibt Termine bekannt

Nachdem der Wahl-Kuwaiter im letzten Jahr verletzungsbedingt die Bühne meiden musste, gab er nun vor Kurzem seinen aktuellen Terminplan bekannt. Der Olympia-Sechste von 2005 wird demnach am 15. Februar bei der Ironman Pro Invitational und auf der FIBO anwesend sein und im späteren Frühjahr eine Reihe von Gastauftritten in Europa und Amerika absolvieren, bevor er im Spätsommer wieder als aktiver Athlet in Erscheinung tritt.

Sofern er sich bei der Pro Bodybuilding Weekly in Florida, der Europa Super Show in Texas oder dem Atlantic City Pro qualifizieren kann, wird er auch an der diesjährigen Mr. Olympia-Wahl teilnehmen. Damit wäre er nach den Rücktritten von Ronnie Coleman und Markus Rühl neben Cutler der letzte verbliebende Massegigant in einem Teilnehmerfeld, das zunehmend aus Ästheten besteht.

Arnold Classic ohne Titelverteidiger Victor Martinez

Der amtierende Arnold-Classic-Champion und Vize-Mr. Olympia verletzte sich in der letzten Woche beim Aufwärmen am Kniegelenk so schwer, dass er seine Teilnahme an der Classic absagen musste. Nach den Auskünften seines Trainers Chad Nicholls hat sich bei einer Dehnübung Viktors Kniescheibe verschoben. Obwohl Martinez keine großen Schmerzen spürt, schien das Gelenk augenscheinlich instabil. Victors Arzt stellte schließlich eine Ruptur der Patellarsehne fest, woraufhin der Top-Profi umgehend in ein Krankenhaus eingewiesen und zeitnah operiert wurde. Ob Victor bis zur Herbst-Saison wieder auf der Bühne stehen wird, ist noch unklar.

In Victors Abwesenheit gilt nun Phil Heath als heißer Titelanwärter für die Arnold-Classic. Nach einer knapp einjährigen Wettkampfpause transformierte sich der Shooting-Star in einen wahren Massekoloss ohne dabei seine hervorragende Linie einzubüßen.

Viele Bodybuilding-Anhänger hoffen, dass es trotz Vics Verletzung in diesem Jahr zu einem Duell dieser beiden Athleten kommen wird, die ohne Zweifel zur neuen Elite der Post-Coleman-Ära gehören.

Internationale Kurzmeldungen

Ein weiteres Mal schaut BMS über die nationalen Grenzen und berichtet über das erste Fitness-Studio für Frauen in Afghanistan, eingeschnappte Iraner und einem Bodybuilder, der den Kampf gegen HIV aufgenommen hat. Erster afghanischer Frauen-Fitnessclub eröffnet
Der Frauenbund der Provinz Parwan errichtete in der Stadt Ngar eine Trainingsmöglichkeit für Frauen. Der einfach ausgestattete Übungsraum bietet insgesamt für 20 Frauen Geräte und Übungsmatten.

Bei der Eröffnungszeremonie waren zahlreiche Politiker der örtlichen Regierung sowie Vertreter von Menschenrechtsorganisationen vertreten. Alle würdigten das Fitness-Studio als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu der Gleichberechtigung von Männer und Frauen in Afghanistan. Auch nach dem Ende der Taliban-Herrschaft sind Frauen im ganzen Land regelmäßig häuslicher Gewalt und Zwangsheiraten ausgesetzt.


Iranische Gewichtheber drohen mit Boykott
Bereits zum zweiten Mal in Folge hat der asiatische Gewichtheberverband die Flagge des Irans in seinem Mitteilungsblatt nicht abgedruckt. Die iranischen Heber möchten diesen Vorfall nun beim Weltverband melden und drohen mit einem Boykott aller in Asien stattfindenden Wettkämpfe.

HIV positiver Athlet gewinnt den Mr. Manipur – Wettkampf
Mit seinem Sieg in der -60kg-Klasse erfüllte sich Pradipkumar Singh nicht nur einen lang gehegten Traum, er demonstrierte auch, dass ihm eine lebensbedrohliche Krankheit nicht den Mut und Willen nehmen konnte.

Der in Nord-Indien lebende 37-Jährige infizierte sich vor sieben Jahren mit dem HI-Virus als er sich während seiner Studentenzeit Spritzbesteck mit anderen Drogensüchtigen teilte und damit seiner hoffnungsvollen Bodybuilding-Karriere ein jähes Ende setzte. "Nach der Diagnose wollte ich das Haus nicht mehr verlassen und wurde von meinen Freunden gemieden. Meine Eltern haben mir dazu geraten mit dem Training aufzuhören, was ich auch tat. Um etwas zu tun, habe ich Pflanzen gezüchtet. Irgendwie hat mich das wieder zurück zum Eisen gebracht. Ich wollte beweisen, dass selbst ein HIV-Patient ein gesundes Leben und Erfolg im Sport haben kann. Ich glaube, das ist mir gelungen", erzählt Pradipkumar der Lokalpresse.

Pradipkumar ist Sohn eines ehemaligen Regierungsmitgliedes und einer Lehrerin. Sein nächstes Ziel ist die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen.